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Jugendgremium Schattenmuseum Museum Schattenmuseum Spiel Theater Theaterprofil der Refik-Veseli-Schule

Circle of Life / Spiel des Lebens

Ausgehend von einem jüdischem Ritualgegenstand, dem Tora-Wimpel, entwickelte sideviews im Jüdischen Museum Berlin gemeinsam mit Schüler*innen eine performative Ausstellung zu den Themen Identität, Community, Liebe, Gender, Migration. Zu den Fragen Wer bin ich? Welche Wünsche haben meine Eltern für mich und wie möchte ich leben? wurde nach eigenen Formaten für eine Erzählung im Museum gesucht.

Entstanden ist ein interaktives Spiel des Lebens entlang einer parallel erarbeiteten Pop-Up-Ausstellung. Besucher*innen waren eingeladen, sich mit Perspektiv-Wechseln und ungewöhnlichen Lebensverläufen auseinandersetzen.

Das Spiel wurde im November 2018 in das Begleitprogramm der Ausstellung „A wie Jüdisch“ im Jüdischen Museum Berlin integriert und im Februar 2019 auf die Kinderbiennale in Dresden eingeladen.

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A wie jüdisch

Eine künstlerische Forschung im Jüdischen Museum Berlin, 2017-2019.

Ziel ist es, gemeinsam mit jungen Menschen ein Ausstellungsformat zu erarbeiten. Im Dialog mit Menschen unterschiedlicher Hintergründe, Erfahrungen und Sichtweisen soll dabei in einem offenen, dialogischen Prozess das Jüdische Museum Berlin forschend bespielt und in die kuratorische Arbeit des Museums einbezogen werden, um gleichzeitig einen Dialog mit ihnen zu schaffen. Das „Schattenmuseum“ orientiert sich an den Strukturen, Bedürfnissen und Zielen des Museums, sucht nach alternativen Ansätzen und entwirft ein Experimentierfeld, eine Versuchsanordnung. In Zusammenarbeit mit Schüler*innen, Anwohner*innen, Museumsmitarbeiter*innen werden Inhalte, Formate und Methoden künstlerisch entwickelt und umgesetzt. 

Zunächst werden mit den Teilnehmer*innen ethnographisch-ästhetische Untersuchungen im Stadtraum (Measuring Jewish Berlin) sowie in Archiven und Sammlungen durchgeführt. Parallel entsteht ein Blog zu Workshops, Aktionen, Dokumentationen sowie als Kommunikationstool und Projektarchiv. 

Ab Mitte 2017 ist sideviews an einer kollaborativen Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin beteiligt. Schattenmuseum / Growing – Jüdisches Leben heute (AT) ist eine dynamische Ausstellung, die sich zentral mit der Frage beschäftigt: Wie ist Jüdisches Leben heute lebendig darstellbar?

Im zweiten Schritt finden Workshops zur künstlerischen Umsetzung der Rechercheergebnisse statt: in unterschiedlichen Disziplinen wie Film, Theater, Bildende Kunst, Modellbau, Musik, Design und der Museumsarbeit. 

Basierend auf der entstandenen Material-, Ideen- und Objektsammlung findet eine dritte Workshop Serie zur Realisierung des Ausstellungskonzeptes und der Ausstellungsarchitektur statt. Die Akteur*innen des Schattenmuseums wählen zusammen mit den Kurator*innen Exponate aus, die Workshopergebnisse werden installativ-performativ bearbeitet, verschiedene Positionen und Geschichten zum Thema “Growing – Jüdisches Leben heute” sowie der Prozess der dialogischen Auseinandersetzung werden abgebildet, erfahrbar gemacht und ab November 2018 in der Ross Gallery im Jüdischen Museum Berlin präsentiert.

Die Ausstellung “A wie jüdisch” stellt Fragen, öffnet Raum für Dialoge und entwickelt sich dialogisch-dynamisch weiter bis Ende 2019: In Workshops können Teilnehmer*innen Perspektiven einbringen, neue Schichten an Interpretationen und Gestaltungen über die Ausstellung legen. Besucher*innen werden in Aktionen involviert, die performative Gestaltung hebt eine klare Grenze zwischen Objekt und Mensch, zwischen Erzähler*in und Geschichte auf, lädt ein zur Teilnahme an Gesprächen, Experimenten, kreativen Workshops, theatralen Aktionen, Filmdrehs. Die Teilnehmer*innen des Schattenmuseums fungieren als Expert*innen und zeigen ihre spezifischen Formen der Auseinandersetzung und Präsentation.

Begleitprogramm zu „A wie Jüdisch“/ JMB, Februar 2019

Im September 2018 gründeten 10 Jugendliche gemeinsam mit sideviews das Jugendgremium Schattenmuseum, um die Arbeit zu reflektieren und zukünftig Museen und Ausstellungshäuser aus ihrer Perspektive zu beraten. Sie entwickelten das Begleitprogramm.

Artikel von Léontine Meijer-van Mensch, Miriam Goldmann, Christiane Lindner und Fabian Schnedler: Was passiert, wenn viele gemeinsam eine Ausstellung machen? Über den Entstehungsprozess und Schwerpunkte der Ausstellung „A wie jüdisch“.

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Labor für ZwischenRäume Museum Theater Theaterprofil der Refik-Veseli-Schule

VOIDS.MuseumVerLernen

Im Jüdischen Museum wird seit einiger Zeit die Debatte um die Krise des Museums als Institution geführt. sideviews war eingeladen, mit jungen, zukünftigen Besucher*innen diese Debatte als Ausgangspunkt für ein performatives Projekt zu nehmen. Nach der Recherche in der Museumsarchitektur mit VOIDS.Leerstellen geht VOIDS.MuseumVerLernen einen weiteren Schritt: Das Museum als Ganzes wird in seinen verschiedenen Bereichen (von der Kuratorenschaft über die Vermittlungsstrukturen, vom Securitybereich bis hin zur Produktion) künstlerisch erforscht, um zu verstehen, welche Art von Beziehung die Institution, sowohl ihrer Gemeinschaft, als auch den Besucher*innen anbietet.

Ausgehend von den Aussagen, die Schüler*innen der 8. Klasse der Refik-Veseli-Schule in Audio-Interviews mit Mitarbeiter*innen, Besucher*innen und Passant*innen im Umfeld des Museums gesammelt haben, wird das Ergebnis dieser Untersuchung mit den Jugendlichen als Performance und Symposium inszeniert. 45 Mitarbeiter*innen des Museums einschließlich der Direktorin versammelten sich dabei zu einem Gespräch mit den Schüler*innen über die Chancen und Möglichkeiten der Einbindung von Jugendlichen in die Entwicklung eines „Museums für alle“.

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Labor für ZwischenRäume Museum Theater Theaterprofil der Refik-Veseli-Schule

VOIDS.Leerstellen

VOIDS.Leerstellen schlägt interaktive Formate für das Museum vor, die sich mit der Architektur des Libeskind-Gebäudes befassen. Gemeinsam wird eine Strategie entwickelt, die die Perspektive eröffnet, dass eine Ausstellung auch eine Handlung im Raum sein kann. Entsprechend wird dabei alles, was mit dieser Handlung zusammenhängt, Ausstellung: Die Klänge, der Kontakt mit den Besucher*innen, die eigenen Bilder hinsichtlich der Räume.

Schüler*innen führen Besucher*innen durch das Jüdische Museum Berlin, entdecken mit ihnen auf spielerische, sinnliche und poetische Weise Ecken, Etagen und Leerstellen des Museums. Sie bieten dem Jüdischen Museum eine neue Methode bezüglich der Besucher*innen an: Eine Mischung aus Performance und interaktiver Führung, ein inszeniertes Museumserlebnis von Jugendlichen für Jugendliche und Erwachsene. Das Museum ist dabei nicht nur Bühne, sondern verwandelt sich in eine architektonische Reise.